Leistung + Leistung ≠ Leistung.

Was Du über leistung wissen solltest

Diesen Artikel widme ich dem Thema Leistung. Denn wir leben nicht nur in einer Leistungsgesellschaft.

Wir haben auch einige Glaubenssätze dazu, wie etwa:


  • Nur wenn ich leiste, bin ich ein guter Mensch.
  • Wenn ich leiste, mache ich Karriere.
  • Wenn ich leiste, werde ich bewundert.
  • Wenn ich leiste, werde ich gesehen.

Die Leistungsanforderung beginnt bereits bei Kleinkindern und in der Schule und erstreckt sich über das gesamte Erwachsenendasein.

Sie prägt uns somit von Anfang an.

 

Ich bemerke, dass es im Alltag keine Ruhezeiten mehr gibt, denn es muss immer etwas getan, erledigt, verbessert und optimiert werden. (Dazu kommt mir direkt das Bild einer Ameisenkolonie in den Sinn.) Dies erstreckt sich wiederum von Unternehmen und deren ständigen Reorganisationen über den Sport und Privatbereich.

 

Fleißig und immer in Action. „Posten“ nicht vergessen, damit es auch gesehen wird. Nicht, dass das nun in den falschen Hals kommt. Leistung ist wichtig und lebenserhaltend. Ich möchte nur den Blickwinkel aus verschiedenen Perspektiven darauf richten.

 

Unser größter Leistungsträger ist das Herz.

Es schlägt ca. 100 000 Mal in 24 Stunden ohne großes Zutun von uns – einfach so.

 

Beim Sport ist es noch mehr gefordert, was natürlich gut ist. Jedoch zeigt sich in meinen Messungen und Coachings sehr oft, dass die Leistung dann mit dem Sport überhand nimmt. Ich spreche dann vom beruflichen und sportlichen Übertraining. Das soll heißen, dass viele Menschen schon in ihren Jobs extrem gefordert sind und sich dann privat noch zusätzlich mit dem sportlichen Training auspowern. Die Leistungsanforderung an den Körper und den Geist wird zu viel. Es ist nur noch ein rotieren und die Drehzahl des Herzens ist dementsprechend hoch.

 

Es ist verständlich, dass es neben einem anstrengenden Job (oder auch Privatleben) ein erfüllendes Ziel benötigt, in dem man sich wieder spürt und total aufgehen kann, das einem den Kick gibt und bei dem man Glücksetappen erzielen kann. Also beginnen viele für einen Marathon oder Triathlon zu trainieren. Ich finde das eigentlich auch eine logische Schlussfolgerung und freue mich auch über so viel Sportsgeist.

 

Nur zeigt sich oft, dass das 1. kontraproduktiv und 2. stark gesundheitsgefährdend werden kann. Denn man steigert dadurch nicht sein Lebensgefühl oder seine Leistungsfähigkeit, sondern man raubt sich noch den letzten Atem und dann geht nichts mehr.

 

Von Schlafproblemen bishin zu depressiven Verstimmungen, ständigem Kranksein und Antriebsarmut habe ich schon alles erlebt bei meinen Klienten.

 

Die zentrale Frage lautet daher:

„Wo stehe ich?“

und die weitere Frage lautet:

„Wo muss ich ansetzen?“

 

Denn „nur“ das Equipment zu perfektionieren (Rennrad, Laufdress, Schwimmanzug) ist der falsche Ansatz und kann fatale Folgen haben. Ich investiere in die falschen Ressourcen und verliere auch noch viel Geld.

 

Teurer Spaß für das eigene Auspowern!

Ich bezahle meinen eigenen körperlichen und psychischen Ruin und das ist auf allen Ebenen sehr teuer. Gut, wir wollen den Teufel nicht an die Wand malen.

 

Mein „Herzens“anliegen ist, dass man sich vor jedem großen Ziel, ob das nun sportlich (Marathon/Triathlon) oder beruflich (Karriere) ist, selbst fragt:

  • Wie geht es mir wirklich und wie steht es um meine Ressourcen?
  • Leiste ich in manchen Bereichen zu viel?
  • Wo leiste ich nur für andere und nicht für mich?
  • Investiere ich genug in mich persönlich?

Letzteres zahlt sich am meisten aus.

 

Und zuletzt geht es darum, ob ich gerade für mich oder gegen mich arbeite!? Denn was bringt mir das Ziel, wenn mir am Weg dorthin die Puste ausgeht? Denn dann geht (fast) gar nichts mehr. Und Stillstand wollte man sicherlich nicht erreichen.

 


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